Sonntag, 28. Februar 2016

Schluss – aus – Ende! Der letzte macht das Licht aus!

Am 2. November war es tatsächlich so weit – die letzte Therapie stand an. Nachdem ich, wie üblich, wieder das Blut kontrollieren lassen hatte, ging es zum Arzt. Anschließend wartete ich wieder auf die bestellte Chemotherapie. Zwischenzeitlich ging ich noch ins Schwesternzimmer, ließ mir ein Rezept für meine Spritze (für die weißen Blutkörperchen) ausstellen und ließ mir einen Termin für das Pet-CT geben. Dieses sollte, komischer Weise, schon direkt fünf Tage später stattfinden. Ich fand es merkwürdig, denn bis die Medikationen vollends wirken, dauert es in der Regel ja immer um die 14 Tage. Innerlich hatte ich mir dieses Mal vorgenommen, einen Countdown zu machen – immer gedanklich die Medikamente abstreichen, bis das letzte durch ist und ich somit hoffentlich Chemo-frei bin.

Da meine erneute Hormon-Spritze nach den drei Monaten anstand, hoffte ich, dass ich diese zuerst abhaken könnte. Die Schwester sagte mir, dass sie mir diese aber erst nach der Therapie geben würde. Also einen Schritt gedanklich übersprungen... Da der Arzt nach meinem Medikament gegen Übelkeit keine Zeit hatte mit die Bolus-Spritzen zu verabreichen, gab es dieses Mal für mich danach direkt den Chemotherapie-Beutel. Erst dann riefen die Schwestern erneut bei dem Arzt an. Nach einigem Warten gab es endlich das letzte Mal die Spritzen. Ich hakte gedanklich weiter ab. Zum Schluss lief wieder Flüssigkeit durch. Das Grobe war tatsächlich durch – so richtig konnte ich es nicht glauben. Anschließend bekam ich noch meine Spritze für die nächsten drei Monate Wechseljahre – da ich noch nicht wusste, ob ich noch bestrahlt werden würde oder nicht. Dann verließ ich mit Schatzi an der Hand das Krankenhaus. Aber das glückliche Gefühl, was alle immer von einem erwarten, blieb aus. Ich fühlte und realisierte einfach noch nicht, dass ich nun frei sein sollte...

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