Dienstag, 23. Februar 2016

Therapie 3.2.

Nun konnte ich, wenn auch leicht verspätet, mit der letzten Gabe der dritten Therapie beginnen. Auch wenn ich es erst doof fand, dass sich die Therapie verschoben hatte, so war ich doch auch ganz froh, weil es mir nun von den Nebenwirkungen her weitaus besser ging. Wenn das sonst der Fall war, stand eigentlich schon fast wieder die nächste Therapie vor der Tür.

Auch dieses Mal wartete ich ewig auf meinen Therapiebeginn. Erst wartete ich nach der Blutabnahme fast zwei Stunden auf mein Arztvorgespräch und im Anschluss noch einmal so lang. Gegen 14 Uhr ging es dann endlich los. Selbst der Chemo-Raum war um diese Uhrzeit schon um einige Patienten leerer. Es folgte wieder etwas gegen die Übelkeit, zwei Bolus-Spritzen und die Therapie. Es neigte sich der Feierabend der Chemo-Schwestern und so wurde das Rädchen der Infusion gern mal ein wenig schneller gedreht. Ob sich die Nebenwirkungen dadurch verstärken würden, lag wohl wieder nur in meiner Sorge. Als wir endlich zum letzten Beutel mit Flüssigkeit kamen, war ich die letzte im Raum und bereits alle Schwestern, bis auf eine, im Feierabend. Im Gegensatz zu den anderen Schwestern, die schon wieder an meinem Infusionsrädchen herum gespielt hatten, nahm sie die Sache gelassen und wartete bis die Infusion durch war. In aller Ruhe druckte sie mir sogar noch meine Rezepte aus, die ich für meine Medikamente brauchte.

Natürlich war ich nicht annähernd überrascht, dass ich abends mit starken Nebenwirkungen zu kämpfen hatte. Aber damit hatte nur ich zu kämpfen, alle anderen waren ja bereits im Feierabend...

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