Nun
konnte ich, wenn auch leicht verspätet, mit der letzten Gabe der
dritten Therapie beginnen. Auch wenn ich es erst doof fand, dass sich
die Therapie verschoben hatte, so war ich doch auch ganz froh, weil
es mir nun von den Nebenwirkungen her weitaus besser ging. Wenn das
sonst der Fall war, stand eigentlich schon fast wieder die nächste
Therapie vor der Tür.
Auch
dieses Mal wartete ich ewig auf meinen Therapiebeginn. Erst wartete
ich nach der Blutabnahme fast zwei Stunden auf mein Arztvorgespräch
und im Anschluss noch einmal so lang. Gegen 14 Uhr ging es dann
endlich los. Selbst der Chemo-Raum war um diese Uhrzeit schon um
einige Patienten leerer. Es folgte wieder etwas gegen die Übelkeit,
zwei Bolus-Spritzen und die Therapie. Es neigte sich der Feierabend
der Chemo-Schwestern und so wurde das Rädchen der Infusion gern mal
ein wenig schneller gedreht. Ob sich die Nebenwirkungen dadurch
verstärken würden, lag wohl wieder nur in meiner Sorge. Als wir
endlich zum letzten Beutel mit Flüssigkeit kamen, war ich die letzte
im Raum und bereits alle Schwestern, bis auf eine, im Feierabend. Im
Gegensatz zu den anderen Schwestern, die schon wieder an meinem
Infusionsrädchen herum gespielt hatten, nahm sie die Sache gelassen
und wartete bis die Infusion durch war. In aller Ruhe druckte sie mir
sogar noch meine Rezepte aus, die ich für meine Medikamente
brauchte.
Natürlich
war ich nicht annähernd überrascht, dass ich abends mit starken
Nebenwirkungen zu kämpfen hatte. Aber damit hatte nur ich zu
kämpfen, alle anderen waren ja bereits im Feierabend...
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