Als
man vor Therapiebeginn mein Stadium feststellte, wurde mir gesagt,
dass ich das Stadium 1B hätte. Also eine „sehr gute“
Ausgangssituation. 1, weil nur ein Lymphknoten befallen war und B
aufgrund der zusätzlichen Symptome. Davon hatte ich folgende:
Hautausschlag beziehungsweise juckende Haut, Alkoholschmerz und
Nachtschweiß und immer mal leicht erhöhte Temperatur. Abgenommen,
wie sonst sehr viele Krebspatienten, hatte ich nicht. Über meine
Hautprobleme und den Nachtschweiß hatte ich in meinem ersten
Blogeintrag berichtet. Das es einen so genannten Alkoholschmerz gibt
– davon hatte ich bisher noch nie gehört. Aber ich erinnere mich
noch genau. Alkohol trinke ich sehr selten, meistens nur bei
besonderen Anlässen. 2014 war ich mit meinem Arbeitsteam auf dem
Weihnachtsmarkt. Dort hatte ich einen Glühwein getrunken. Und als
wir da gemeinsam so saßen, hatte ich plötzlich wieder extreme
Schmerzen im Schulterblatt. Ich dachte der Schmerz sei wieder
schlimmer geworden, weil ich keine Lehne hatte und so komisch saß –
dass es im Nachhinein aber ein B-Symptom war, ist wirklich verrückt.
Das ich immer mal Temperatur hatte, war mir im Vorfeld nicht
aufgefallen. Ich war immer jemand der sehr selten Fieber bekommt,
auch wenn ich wirklich krank war. Somit hatte ich nicht weiter
nachgemessen, da ich mich ja unentwegt in einem leichten
Krankheitszustand befand. Im Krankenhaus hatte ich dann oftmals am
Anfang bis zu 38 Grad Fieber.
Bereits
nach meiner ersten Therapie waren diese Symptomatiken verschwunden.
Das Fieber blieb aus, der Ausschlag, der seit Monaten da war,
verschwand innerhalb einiger Tage. Und das Erlösenste: der Schmerz
verschwand. Endlich konnte ich wieder auf der Seite, ja sogar auf dem
Bauch schlafen. Das konnte ich nun schon über ein halbes Jahr nicht
mehr. Und genau das sagte und zeigte mir, dass ich auf einem guten
Weg war und die Therapie bereits schon angefangen hatte anzuschlagen.
Die ersten kleinen Schlachten waren geschlagen...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen