Mittwoch, 9. März 2016

Abschlussuntersuchung

5 Tage später stand schon meine Abschlussuntersuchung an. Ich war aufgrund der letzten Chemotherapie noch immer nicht wirklich fit. Die Nebenwirkungen waren dieses Mal etwas besser, ich hatte aber auch alle Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen zu Hause eingeworfen, die ich finden konnte. So blieb zumindest alles an Ort und Stelle – auch wenn mir sehr übel war.

Ich meldete mich in der onkologischen Ambulanz an – schließlich musste meine Karte durchgezogen werden. Im Anschluss ging es in die Nuklearmedizin. Die Schwester rief mich auf, um mir meinen Venenzugang zu legen. Ich wies sie darauf hin, dass nur noch ein paar meiner kleineren Venen funktionieren würden. Schon war sie genervt und versuchte eine meiner kleinen Venen an zu peilen. Die Nadel lag zwar, aber es war kein Rücklauf da. Also stach sie ein zweites Mal in der Vene herum, ohne die andere Nadel vorher zu entfernen. Dieses ganze Gestochere tat wirklich weh und ging mir irgendwann gehörig auf den Kreislauf. Belächelnd sollte ich mich auf die Liege legen. Sie würde die Ärztin rufen, damit diese mir dann eine Nadel legt. Daraufhin kam die Ärztin und stach mich nun ein drittes Mal. Sie nahm natürlich den Handrücken, wo es immer so schön weh tut. Aber die Nadel saß endlich richtig. Ich war total genervt. Ich bekam nun das radioaktive Zeug injiziert und sollte dann im Wartebereich warten und das Zuckerwasser trinken. Die Liege im Arztzimmer verließ ich mit ordentlichen Blutspuren...

Nach einer Stunde wurde ich in den CT-Raum gerufen. Dort sollte ich meine Hose wegen des Metallknopfes ausziehen. Der Schwester ging es nicht schnell genug und witzelte: „Sie können auch die andere Hand nehmen, die können Sie durchaus trotzdem bewegen.“ Noch immer genervt machte ich ihr klar, dass die frisch gestochene Stelle mir bei der Bewegung weh tut... Nun lief das Pet-CT. Nach einiger Zeit wurde ich an das Kontrastmittel angeschlossen und die Ärztin führte einen kleinen Probelauf durch, um sicher zu gehen, dass die Nadel auch wirklich in der Vene liegt. Als das Mittel einschoss drückte und schmerzte es in meinem Handrücken. Die Ärztin schaute nach und sagte, dass die Nadel aber richtig liegen würde. Also ging es noch einmal mit Kontrastmittel in die letzte Runde. Im Anschluss schmiss die Schwester mir, mit einen auf die Nadel bezogenen Wink, noch mal einen Spruch um die Ohren. Ich überhörte ihn und zog mich an.

Ich war einfach nur froh, als ich wieder Zuhause war. Der Tag war für mich einfach nur eine Tortur gewesen und ich war völlig fertig.

Eine knappe Woche später sollte ich zur Auswertung kommen. Ich war sehr nervös. Ich hatte doch Bedenken, ob und wie die Therapien angeschlagen hätten und wie es nun für mich weitergehen würde. Nach langem Warten rief mich der Arzt ins Zimmer und sagte mir, in seinem für mich erst nicht verständlichen Arztjargon, dass es kein aktives nachweisbares Gewebe mehr gibt, sondern lediglich inaktives Restgewebe. Zu Deutsch: ich war geheilt! Er sagte mir weiterhin, dass die Spezialklinik sich das CT noch einmal anschauen wird und auch anhand dessen entscheidet, in welchen Studienarm ich eingeteilt werden würde. Ich sollte mich telefonisch in einer Woche noch einmal im Studienbüro melden.

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