Am
24.08.2015 sollte der Startschuss für den zweiten Zyklus fallen. Ich
sollte schon in der Früh im Krankenhaus sein, damit man pünktlich
mit der langen Therapie beginnen könne. Nach einer kurzen Aufnahme
sagte man mir, dass die Chemotherapie zwar bestellt, aber noch nicht
da wäre. Also musste ich mich weiterhin gedulden. Ich fragte nach,
ob es denn nun schon eine Auswertung von meinem Knochenmark gäbe.
Diese war zum Glück in Ordnung. Auch in der Mittagslieferung war
meine Chemotherapie noch nicht mit dabei. Ich war genervt. Die
Schwester sagte mir, dass ich eventuell sogar erst am Abend damit
rechnen könne. Zum Glück kam meine Therapie aber dann mit der
Nachmittagslieferung. Die Medikation war die selbe wie beim ersten
Zyklus. Auch hier merkte ich die starke Übelkeit direkt nach ein
paar Stunden und ich musste mich mehrfach übergeben. Trotz der
vielen Gegenmittel half einfach nichts. Nachts konnte ich auch wieder
kaum schlafen.
Am
nächsten Morgen sollte ich mich, wie gewohnt, nach der Morgenrunde
der Schwestern wiegen gehen. Durch das ganze Erbrechen am Abend war
ich noch total schwach auf den Beinen. Langsam pirschte ich mich über
den langen Flur zur Waage vor. Ich merkte, wie mir schummerig wurde.
Doch bevor ich es zur Sitzgruppe schaffte, versagte auch schon mein
Kreislauf. Ich merkte nur noch wie einer der Pfleger schnell meinen
Kopf auffing und ich auf mein Knie stürzte. Die Schwestern holten
mein Bett und damit waren die Ausflüge außerhalb meines Zimmers für
diesen Tag beendet. Trotz allem ging es mit meiner Therapie weiter.
Am
dritten Tag lief alles relativ schnell und recht unproblematisch. Die
Nebenwirkungen waren zwar immer noch da, aber es ließ sich alles
noch verkraften.
Am
nächsten Tag dürfte ich auch wieder nach Hause. Mein Kreislauf
hatte sich wieder etwas stabilisiert. Vorher gab es auch wieder die
Depotspritze für die Leukozyten.
Pünktlich
nach dem Wochenende fand ich mich am Montag zu meiner letzten Gabe
für meinen 2. Zyklus wieder im Krankenhaus ein. Nach meinem Blutbild
sollte ich erst mal im Warteraum Platz nehmen. Noch immer hatte ich
ganz schön Kreislaufprobleme und es war wieder unsagbar heiß
draußen. Trotzdem ich viel Wasser trank und saß sackte mein
Kreislauf erneut ab. Ich musste in der Notaufnahme auf die
Tagesstation und bekam einen Beutel Flüssigkeit über die Vene. Nach
Rücksprache mit meinem Studienarzt sollte meine Therapie auf den
darauf folgenden Tag geschoben werden.
Am
nächsten Tag klappte dann soweit alles ganz gut. Ich bekam meine
zwei Bolus-Spritzen und etwas Flüssigkeit. Dann dürfte ich wieder
nach Hause. Der zweite Zyklus sowie das BEACOPP-Schema war geschafft!
Halbzeit!
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