Montag, 22. Februar 2016

Der zweite Startschuss ist gefallen

Am 24.08.2015 sollte der Startschuss für den zweiten Zyklus fallen. Ich sollte schon in der Früh im Krankenhaus sein, damit man pünktlich mit der langen Therapie beginnen könne. Nach einer kurzen Aufnahme sagte man mir, dass die Chemotherapie zwar bestellt, aber noch nicht da wäre. Also musste ich mich weiterhin gedulden. Ich fragte nach, ob es denn nun schon eine Auswertung von meinem Knochenmark gäbe. Diese war zum Glück in Ordnung. Auch in der Mittagslieferung war meine Chemotherapie noch nicht mit dabei. Ich war genervt. Die Schwester sagte mir, dass ich eventuell sogar erst am Abend damit rechnen könne. Zum Glück kam meine Therapie aber dann mit der Nachmittagslieferung. Die Medikation war die selbe wie beim ersten Zyklus. Auch hier merkte ich die starke Übelkeit direkt nach ein paar Stunden und ich musste mich mehrfach übergeben. Trotz der vielen Gegenmittel half einfach nichts. Nachts konnte ich auch wieder kaum schlafen.

Am nächsten Morgen sollte ich mich, wie gewohnt, nach der Morgenrunde der Schwestern wiegen gehen. Durch das ganze Erbrechen am Abend war ich noch total schwach auf den Beinen. Langsam pirschte ich mich über den langen Flur zur Waage vor. Ich merkte, wie mir schummerig wurde. Doch bevor ich es zur Sitzgruppe schaffte, versagte auch schon mein Kreislauf. Ich merkte nur noch wie einer der Pfleger schnell meinen Kopf auffing und ich auf mein Knie stürzte. Die Schwestern holten mein Bett und damit waren die Ausflüge außerhalb meines Zimmers für diesen Tag beendet. Trotz allem ging es mit meiner Therapie weiter.

Am dritten Tag lief alles relativ schnell und recht unproblematisch. Die Nebenwirkungen waren zwar immer noch da, aber es ließ sich alles noch verkraften.

Am nächsten Tag dürfte ich auch wieder nach Hause. Mein Kreislauf hatte sich wieder etwas stabilisiert. Vorher gab es auch wieder die Depotspritze für die Leukozyten.

Pünktlich nach dem Wochenende fand ich mich am Montag zu meiner letzten Gabe für meinen 2. Zyklus wieder im Krankenhaus ein. Nach meinem Blutbild sollte ich erst mal im Warteraum Platz nehmen. Noch immer hatte ich ganz schön Kreislaufprobleme und es war wieder unsagbar heiß draußen. Trotzdem ich viel Wasser trank und saß sackte mein Kreislauf erneut ab. Ich musste in der Notaufnahme auf die Tagesstation und bekam einen Beutel Flüssigkeit über die Vene. Nach Rücksprache mit meinem Studienarzt sollte meine Therapie auf den darauf folgenden Tag geschoben werden.

Am nächsten Tag klappte dann soweit alles ganz gut. Ich bekam meine zwei Bolus-Spritzen und etwas Flüssigkeit. Dann dürfte ich wieder nach Hause. Der zweite Zyklus sowie das BEACOPP-Schema war geschafft! Halbzeit!

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