Samstag, 20. Februar 2016

Das Fluchtverhalten mancher Menschen

Wie in meinem letzten Post bereits geschrieben, informierte ich einige Menschen über meine Situation. Ich ging nicht hausieren, aber wenn mich jemand fragte, was mit mir los sei oder wie es mir geht, ging ich recht offen mit meiner Krankheit um. Zu meiner großen Verwunderung zeichnete sich, neben der vielen verständnisvollen Menschen, ein neues Schema ab. Auf der einen Seite waren da Bekannte oder frühere Freunde, mit denen man nicht mehr so viel zu tun hat oder der Kontakt ausgelaufen ist. Diese boten mir sofort ihre Hilfe an - womit ich niemals gerechnet hätte. Und dann waren da die „neuen“ Freunde und Bekanntschaften... Ich war wirklich sehr überrascht, wie manche Menschen darauf überhaupt nicht eingegangen sind, sich seitdem nicht mehr gemeldet haben oder wenigstens nicht einmal nach mir gefragt oder gute Besserung gewünscht haben. Beides hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Das der ein oder andere vielleicht nicht weiß, wie er mit der Situation oder Krankheit umgehen soll, ist eine Sache – alles andere einfach nur unverständlich. Gerade in solch einer Situation sollte man für den anderen da sein. Ich dachte immer, dass sich bei einem Umzug zeigt, wer die waren Freunde sind, aber da lag ich doch gut daneben. Wenn es wirklich darauf ankommt trennt sich die Spreu vom Weizen.

Wie war es bei euch? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

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