Wie
in meinem letzten Post bereits geschrieben, informierte ich einige
Menschen über meine Situation. Ich ging nicht hausieren, aber wenn
mich jemand fragte, was mit mir los sei oder wie es mir geht, ging ich
recht offen mit meiner Krankheit um. Zu meiner großen Verwunderung
zeichnete sich, neben der vielen verständnisvollen Menschen, ein
neues Schema ab. Auf der einen Seite waren da Bekannte oder frühere
Freunde, mit denen man nicht mehr so viel zu tun hat oder der Kontakt
ausgelaufen ist. Diese boten mir sofort ihre Hilfe an - womit ich
niemals gerechnet hätte. Und dann waren da die „neuen“ Freunde
und Bekanntschaften... Ich war wirklich sehr überrascht, wie manche
Menschen darauf überhaupt nicht eingegangen sind, sich seitdem nicht
mehr gemeldet haben oder wenigstens nicht einmal nach mir gefragt
oder gute Besserung gewünscht haben. Beides hätte ich ehrlich
gesagt nicht erwartet. Das der ein oder andere vielleicht nicht weiß,
wie er mit der Situation oder Krankheit umgehen soll, ist eine Sache –
alles andere einfach nur unverständlich. Gerade in solch einer
Situation sollte man für den anderen da sein. Ich dachte immer, dass
sich bei einem Umzug zeigt, wer die waren Freunde sind, aber da lag
ich doch gut daneben. Wenn es wirklich darauf ankommt trennt sich die
Spreu vom Weizen.
Wie
war es bei euch? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
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