Nachdem
ich meine verschobene letzte Gabe nachgeholt und wieder fleißig mit
den blöden Nebenwirkungen gekämpft hatte, stand nun der Start des
vierten Zyklus an. Dieses Mal dauerte alles nicht ganz so lang.
Nachdem ich etwas bedröppelt aus dem Arztgespräch kam, in dem man
mir sagte, dass ich wohl in dem Studienarm der Bestrahlung eingeteilt
worden war, ging es fast schon wieder weiter. Nachdem ich das Mittel
gegen die Übelkeit bekommen hatte, kam der Arzt und spritze mir die
Bolus-Spritzen. Direkt kurze Zeit später wurde mein Arm rot und
heiß. Es brannte wie Feuer. Der Arzt schaute noch mal vorbei und
meinte, dass es an der kleinen und dünnen Vene liegen könnte. Da
sich nun auch an diesem Arm die nächste große Vene verabschiedet
hatte - wie die Schwester durch mehrfachen hartnäckigen Stechen und
Geschiebe feststellte - mussten wir nun auf die Kleinen ausweichen.
Die Schwester spülte mit Kochsalz nach. Dann wurde der Beutel mit
der Chemotherapie angehangen. Auch hier mussten wir einige Male
zwischendrin durchspülen und auch die Infusion etwas langsamer
einstellen, damit mein Arm nicht mehr brannte. Auch heute waren
wieder die Infusionsrädchendreher wieder auf Hochtouren unterwegs –
doch dieses Mal nicht mit mir, langsam hatte ich die Nase gestrichen
voll...
Bereits
im Auto merkte ich, dass es mir nicht so gut ging und war froh, als
wir Zuhause angekommen waren. Diese Chemotherapie war von den
Nebenwirkungen wirklich die schlimmste für mich. Ich musste mich
mehrfach übergeben, mein ganzer Körper war heiß und schwitzte, ich
hatte Magenschmerzen, Kreislaufprobleme, Schmerzen... Und nicht eine
Minute erholsamen Schlafes konnte ich ergattern. Es war wirklich ein
Horror. Mein Freund war einfach nur hilflos und wusste nicht, wie er
mir helfen konnte. Ich muss gestehen, dass ich nach dieser Therapie
das erste mal dachte: „Ich will das nicht mehr.“
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