Meine
Güte – der letzte Eintrag liegt nun wirklich sehr lange zurück!
Vor einiger Zeit wollte ich über ein bestimmtes Thema bloggen. Genau
an diesem Tag, hatte ich allerdings meinen Laptop nicht bei mir und
später war diese Stimmung, in der ich mich befand, dahin. Da wollte
ich mir nichts dazu aus den Fingern saugen.
Am
Montag stand meine zweite Nachsorge an. Bei dieser sollte nur ein
großes Blutbild gemacht werden. Wie bereits in einem anderen Eintrag
erwähnt, meinte der Arzt in der Reha zu mir, dass man diese Art der
Erkrankung eigentlich sehr selten im Blutbild sehen kann – auch
wenn ich im letzten Jahr „Glück“ hatte und mein Blutbild
deutlich schrie, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung war. Von
daher blickte ich dieser Nachsorge eher ernüchternd entgegen.
Pünktlich
um 10:00 Uhr fand ich mich wieder im Krankenhaus ein. Anmelden,
warten und ab in den Chemoraum zur Blutabnahme. Jedes Mal frage ich
mich, wieso es ein Labor zur Blutabnahme gibt, wenn man sich doch
jedes Mal wieder in den Chemoraum begeben muss. Jedes Mal mit einem
verdammt blödem Gefühl im Bauch, wenn man die Menschen dort sieht
oder einem die Gedanken und Bilder wieder in den Kopf kommen. Klar,
im Wartebereich sieht man auch nicht gerade grüne Wiesen mit kleinen
Schmusehäschen, aber dennoch ist es dort noch einmal anders. Also
nun wieder angespannt auf den Chemostuhl hüpfen. Die Schwester kam
mit weniger Röhrchen, als ich erwartet hatte. Sonst waren es
unzählige – und heute sollte nun auch wieder Studienblut mit
abgenommen werden. Aber ich möchte mich ja nicht beschweren. Da ja
meine eine Vene wieder erschienen war, war ich zuversichtlich, die
letzten Blutabnahmen klappten dort ja wieder ganz gut. Naja, für
eigentlich erfahrene Schwestern anscheinend nicht. Nach Hin- und
Herstochern klappte es letzten Endes. Anschließend verließ ich den
Raum und brachte noch schnell mein Pipi ins Labor und wartete... und
wartete... und wartete... Nach einer knappen Stunde rief mich mein
Studienarzt auf. Er fragte nur kurz, wie es mir geht und sagte, dass
die Werte soweit gut aussehen. Sollte er doch noch etwas finden,
würde er sich bei mir melden. Aha. Im Anschluss fragte er mich, ob
ich denn zufrieden mit dem Verlauf der Therapie sei. Er muss meinen
verdatterten Gesichtsausdruck bemerkt haben und legte hinterher: „Ja,
also ich meine, sonst ist ja wieder alles gut, oder?“ Wie
eigentlich immer, fehlten mir die Worte. In meiner wieder innerlich
ansteigenden Wut vergaß ich sogar genau nach den einzelnen
Blutwerten zu fragen. Alles in allem hatte ich das Gefühl, dass ich
mir den Tag getrost hätte sparen können...
In
einem halben Jahr steht dann die nächste Nachsorge an. Da wird dann
wieder ganz groß aufgefahren: Blutbild, Ultraschall, Röntgen, EKG,
Echo und Lungenfunktion. Wenn das kein Tagesausflug wird, weiß ich
auch nicht.
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